Armutsfalle Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit kann jeden treffen. Frauen und Mütter besonders. Warum ist das so?

Frauen haben öfter atypische Beschäftigungsverhältnisse: sie arbeiten Teilzeit, geringfügig oder werden befristet. Diese Arbeitsplätze sind schlechter gesichert. Und sie leisten unbezahlte Arbeit, wie die Pflege von Familienmitgliedern, die Kinderbetreuung und den Haushalt.

Hinzu kommt: Wer schon vor der Krise mit wenig auskommen musste, kommt nun noch mehr in Bedrängnis - Alleinerziehende, Familien mit mehreren Kindern, ältere alleinstehende Frauen, prekär Beschäftigte.

Die Kosten und Belastungen durch Corona sind zudem ungleich verteilt. Der Gender Pay Gap beträgt in Österreich 20 Prozent. Damit liegen wir unter den negativen Spitzenreitern. Frauen erhalten auch 42% weniger Pension, das erhöht wiederum die Altersarmut.

Deutlicher als in früheren Krisen sind Frauen von der Corona bedingten Arbeitslosigkeit stark betroffen. Lag traditionell die Arbeitslosenquote bei Männern immer etwas höher als bei Frauen, hat sich das Verhältnis seit Corona umgekehrt. Der Wiedereinstieg ist schwierig.

Die Volkshilfe Wien hilft mit ihren sozialökonomischen Betrieben Menschen wieder im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Im Interview mit Puls4 erzählt eine Mutter, wie belastend die Zeit der Arbeitslosigkeit für ihre Familie war. Mit der Volkshilfe hat sie den Weg zurück in die Arbeit geschafft: Jetzt ansehen!

Wer armutsbetroffene Kinder nachhaltig unterstützen will, kann das hier tun: Jetzt spenden!

16. Dezember 2020