Armut macht Kinder krank

Kinder, die in Armut leben, erkranken öfter, zeigen vermehrt Störungen in ihrer Entwicklung und neigen durch mangelhafte Ernährung häufiger zu Adipositas und anderen Folgeerkrankungen wie Diabetes. Das wissen wir aus der Forschung. Doch was bedeutet das für Kinder wirklich?

"In Armut aufwachsen bedeutet nicht nur, dass es Kindern an materiellen Dingen fehlt. Der tagtägliche finanzielle Druck belastet Kinder doppelt. Die Sorgen der Eltern lasten auch auf ihnen schwer. Was ist die Folge? Diese Kinder erkranken häufiger psychisch, fühlen sich weniger gesund und glücklich und sind auch stärker suizidgefährdet. Kinderarmut schadet nicht nur dem Körper, sie belastet auch die Seele.", sagt Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich.

Bei den Gesundheitsausgaben hinkt Österreich hinter der Schweiz und Deutschland nach. Die Volkshilfe fordert daher eine staatliche Kindergrundsicherung, die eine flächendeckende Gesundheitsförderung und eine gesunde Ernährung für alle Kinder garantiert, unabhängig vom Einkommen der Eltern.

Wie wichtig das wäre, sehen wir an der Lebensgeschichte einer Familie, die Krankheit in den letzten Jahren schwer gezeichnet hat.

Im Interview mit Puls4 erzählt eine alleinerziehende Mutter, dass die notwendigen Operationen für ihre beiden kranken Kinder, nur durch Spenden möglich gemacht wurden und wie belastend gesundheitliche Probleme werden können, wenn man am Existenzminimum leben muss: Jetzt ansehen!

Wer armutsbetroffene Kinder nachhaltig unterstützen will, kann das hier tun: Jetzt spenden!

16. Dezember 2020